Historie

Langendorf – Fahrzeugbau seit 1890

1889
Gründung einer Schmiedewerkstatt mit Hufbeschlag und Wagenbau durch den Urgroßvater des jetzt noch im Unternehmen aktiven Heinz Bernd Langendorf.

1892
Erweiterung der Aktivitäten, Beginn der Herstellung von Kutschwagen mit Holzrädern und Eisenbeschlag sowie von Fahrzeugen für die Landwirtschaft.

1889
Die zweite Generation Bernhard Langendorf erlernt bei seinem Vater das Schmiedehandwerk.

1914
Übernahme der Schmiedewerkstatt durch Bernhard Langendorf. Neben den üblichen Schmiedearbeiten befasste sich Bernhard Langendorf auch weiterhin mit dem Wagenbau.

1924
Geburt von Heinrich Langendorf. Als Vertreter der dritten Generation tritt er in die Fußstapfen seines Vaters. Er erlernte das Schmiedehandwerk und absolvierte nach Kriegsende die Meisterprüfung.

1950
Übernahme des väterlichen Betriebes durch Heinrich Langendorf. Die Firmierung lautete von nun an: Fahrzeugbau Bernhard Langendorf und Sohn. Die Zeit des Wiederaufbaus in der BRD und der damit verbundene konjunkturelle Aufschwung führte zu einer gewaltigen Nachfrage nach Fahrzeugen. Bald reichten die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr aus, so dass Heinrich Langendorf eine Werkshalle von 30 x 30 m erbaute und die Büroräume vergrößerte.

1952
Unter der Mithilfe seines Vaters, drei Gesellen und einem Lehrling, begann er mit der Produktion von luftbereiften landwirtschaftlichen Anhängern. Die ersten 16 to- Kippanhänger speziell für den öffentlichen Straßenverkehr mit Geschwindigkeiten bis 80 km/h werden fertiggestellt. Der Betrieb ist auf mittlerweile auf 24 Beschäftigte angewachsen.

1956
entwickelte Heinrich Langendorf einen Tieflade-Anhänger, dessen hintere Pendelachsen selbsttätig ausschwenkten. Diese Erfindung des sogenannten ausschwenkbaren Tiefladers ließ er sich im In- und Ausland patentieren. Diese Patente verschafften Heinrich Langendorf den Durchbruch zum angesehenen Fahrzeugbauer.

1960
Entstehung der ersten Fertigungshallen und Bürogebäude an der Bahnhofstrasse 115, dem jetzigen Betriebsgelände. Anfang der 1960er Jahre beschäftigte Langendorf bereits 60 Mitarbeiter und entwickelte sich seither verstärkt zum Spezialisten für Kippfahrzeuge, Tiefladeanhänger und Sonderfahrzeuge.

1970
Vergrößerung der Produktionshallen und des Konstruktionsbüros. Entwicklung des Spezial-Sattelaufliegers mit Ladekran und Greifer, dem „Spezi“. Abgerundet wurde der Produktionsbereich durch den Bau einer modernen Lackiererei auf einem neu erworbenen Betriebsgelände.

1974
Produktionsbeginn des Innenladers zum Flachglastransport, einer der technischen Meilensteine von Langendorf. Mit diesem Fahrzeug ist Langendorf noch heute führend im Weltmarkt.

1979
der erste reinrassige Beton-Innenlader verlässt das Werk.

1980 bis 1990
Durch großzügige Erweiterungen und Neubauten gekennzeichnet, welche das Betriebsgelände auf 47.000 m² erweiterten.

Ende 1990er Jahre
Generationenwechsel im Hause Langendorf. Die Geschäftsleitung ging auf Heinz Bernd Langendorf über.

2001
Gründung der Langendorf Trading GmbH, welche sich  ausschließlich auf das Gebrauchtfahrzeuggeschäft und die Vermietung konzentriert

2002
Neuausrichtung von Langendorf. Gründung der Langendorf Service GmbH, welche an den Standorten Waltrop und Potsdam den Service für Langendorf-Fahrzeuge und auch für alle anderen Fabrikate betreibt.

2005
Gründung eines Werkes in Medias/Rumänien.

2009
Einweihung des Neubaus der Langendorf Service GmbH. 3.000 m² Hallenfläche, 24 Hallentore, 30 Reparaturplätze stehen nun zur Verfügung.

2012
Langendorf gehört zu den Top Fahrzeugbauern in Deutschland, setzt stärker denn je Akzente bei den Kippfahrzeugen und ist Markt- und Technologieführer im Bereich der Innenlader. Langendorf beliefert nahezu alle europäischen Märkte, ist zudem insbesondere mit der bewährten Innenladertechnik auf allen Kontinenten aktiv.

Ende 2012
Antrag auf Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung der Langendorf GmbH.

Anfang 2013
Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverantwortung.

Oktober 2013
Übernahme der Firma Langendorf durch Dr. Klaus Strautmann, Sicherung von 180 Arbeitsplätzen, Bürgschaft des Landes NRW zur Sicherung von Krediten, Investition in neue Hallen zur Verbesserung der Fließfertigung.

Mitte 2014
Die Bewertung der ersten Jahreshälfte zeigt, dass das Unternehmen wieder profitabel arbeitet. Die Mitarbeiterzahl ist auf 235 gewachsen. Die Umstrukturierungen und Investitionen in Mitarbeiter und Unternehmen zeigen, das Langendorf auch weiterhin erfolgreich und profitabel auf allen Märkten weltweit bestehen wird.